Von September 1997 bis August 2000 errichteten die
Leipziger Verkehrsbetriebe die Neubaustrecke vom Deutschen Platz
nach Marienbrunn und Lößnig: die Neue Zwickauer Straße.
Durch sie soll einmal die Linie 16 nach Lößnig
fahren. Während der verschiedenen Bauphasen haben wir
des Öfteren von der Baustelle berichtet.
Hier haben wir
nun noch einmal alle Artikel und einige Fotos zu diesem Thema zusammengestellt.
Mit einem Brückenfest haben die Leipziger Verkehrsbetriebe und
die Stadt Leipzig am vergangenen Samstag die
neue Zwickauer Brücke eröffnet. Gegen 10 Uhr zerschnitten
LVB-Geschäftsführer Klaus Heininger und Planungsdezernent
Engelbert Lütke Daldrup das rote Band und die Eröffnungsbahnen
setzten sich in Bewegung. Seit heute wird das Bauwerk,
das die Alte Messe mit Lößnig und Marienbrunn
verbindet, planmäßig von der Linie 2 befahren.
Die Eröffnungsfeier lockte rund 500 Leipziger auf die Brücke.
Viele von ihnen nutzten auch das kostenlose Angebot, mit einem der drei
Sonderzüge von Lößnig über die Neubaustrecke bis
zum Wilhelm-Leuschner-Platz und zurück zu fahren. Neben der blauen
Niederflurbahn mit der LVB-Eigenwerbung und dem historischen Gotha-Gelenkwagen
wurde auch dem roten Tatrawagen 1852 die Ehre zuteil,
als einer der ersten über die neue Brücke zu fahren. LVB-Chefdispatcher
Arndt Härtel ließ es sich nicht nehmen, seine Lieblingsbahn selbst
zu steuern. Das vom Moritz-Hof organisierte Seifenkistenrennen für Kinder
musste dagegen ausfallen, da kaum ein Kind ein solches Gefährt besaß.
Statt dessen erfreuten sich die kleinen Lößniger am Spaghettiwettessen,
Kinderschminken oder Korbflechten.
Die neue Zwickauer Brücke bildet den letzten Baustein
der Stadtbahntrasse Süd, an der seit Herbst 1997
gearbeitet wird. Die Stadt Leipzig erhofft sich, mit der neuen
Strecke die Flächen des Alten Messegeländes besser
vermarkten zu können. Erste kleine Fortschritte sind schon zu
erkennen. So drehen sich bereits die ersten Kräne über
der Baugrube des Max-Planck-Instituts am Deutschen Platz. Auch BMW
will nun endlich seine neue Niederlassung am Messegrund errichten.
Nach neuesten Presseberichten beziehen die Bavaria Filmstudios bis
Ende nächsten Jahres die Hallen 11 und 12. In der
Messehalle 14 produziert die Saxonia Media bereits seit mehreren
Monaten die ARD-Serie "In aller Freundschaft". Wegen der Nähe zur
komplett vermieteten Media City Leipzig und zum MDR-Sendezentrum
wird das Areal für Medienunternehmen zunehmend interessant.
Im Leipziger Straßenbahnnetz soll die Neubaustrecke durch die
Zwickauer Straße den südlichen Teil der Linie 16 bilden. Doch die lässt
sich hier vorerst nicht blicken, sondern fährt weiterhin zwischen der Haltestelle
Triftweg und dem Bayrischen Platz über die Arthur-Hoffmann-Straße. Damit
die Neubaustrecke nicht ungenutzt bleibt und womöglich Fördermittel
zurückgezahlt werden müssen, wurde kurzerhand die Linie 2 vom
Deutschen Platz nach Lößnig verlängert.
Im kommenden Jahr wird der Straßenbahnverkehr
im Leipziger Süden neu geordnet. Erst dann wird die Linie 16
wie geplant über das Alte Messegelände in die City fahren
und dabei ein bis zwei Minuten Fahrzeit einsparen. Sie wird
die erste Linie sein, die als sogenannte Stadtbahnlinie durchgehend auf besonderem Bahnkörper verkehrt.
Die Arno-Nitzsche-Straße
und die Arthur-Hoffmann-Straße, die beide als stilllegungsbedoht gelten,
sollen jedoch weiterhin von der Straßenbahn befahren werden. [mb]
"Brückenschlag" an der Zwickauer Straße
Seit Montag, dem 13. März 2000, hat Leipzig wieder eine Brücke mehr.
Dann wurde das letzte von insgesamt zehn Elementen der neuen Zwickauer
Brücke eingehängt. Drei Nächte brauchten die Bauarbeiter, um
die Stahlbetonteile über den Gleisen der Eisenbahnstrecke zu montieren.
Zahlreiche Anwohner sahen sich das Schauspiel von der parallel verlaufenden
Behelfsbrücke an. In den kommenden Monaten wird das Bauwerk komplettiert -
unter anderem muss noch eine Betondecke aufgebracht werden, die die einzelnen Teile
miteinander verbindet -
so dass ab August erstmals die komplette Neubaustrecke von Marienbrunn
über das Alte Messegelände bis zur Russischen Kirche befahren werden kann.
Der Brückenbau - der letzte Schritt zur Komplettierung der Stadtbahntrasse Süd -
begann im vergangenen September, nachdem kurz zuvor die vorhandene Fußgängerbrücke
abgerissen wurde. Bis dahin musste der Baubeginn mehrfach verschoben werdem, weil die Einigung mit
der Deutschen Bahn AG erst sehr spät erreicht wurde. Die Fertigstellung
der Brücke wird bis Juni so weit fortgeschritten sein, dass die Verlegung
der Gleise beginnen kann. Wenn alles nach Plan verläuft, steht einer Freigabe
der neuen Strecke pünktlich zum Fahrplanwechsel am 20. August nichts mehr
im Wege.
Die Leipziger Verkehrsbetriebe beabsichtigen, die Stadtbahnlinie 16 künftig
nicht mehr über die Arthur-Hoffmann-Straße, sondern über die Neue
Zwickauer Straße zum Bayrischen Platz fahren zu lassen. Der Bau dieser
Neubaustrecke wurde von der Stadt Leipzig initiiert, um die Entstehung eines
neuen Stadtteils auf dem nicht mehr genutzten Alten Messegelände
zu fördern. Momentan gleicht die Gegend eher einer menschenleeren Einöde.
Besserung ist allerdings bereits in Sicht: So beginnt die diesen Tagen die Errichtung
des Max-Planck-Instituts am Deutschen Platz, für dessen Ansiedlung der Bau
der Neubaustrecke von entscheidender Bedeutung war. Direkt an der neuen Haltestelle
"An den Tierkliniken" plant ein Investor die Errichtung des
"Kino- und Freizeitzentrums Alte Messe". Dafür sollen die unter
Denkmalschutz stehende Halle 11 und die durch den Portikus des Sowjetischen Pavillons
bekannte Halle 12 genutzt werden.
Ob die Linie 16 bereits ab August planmäßig über die Neubaustrecke
fährt ist uns noch nicht bekannt. Hierzu hat es in den letzten Monaten unterschiedliche
Aussagen gegeben. Es wurde erwogen, die Freigabe zu verschieben, da für dieses Jahr
Baumaßnahmen in der dann ebenfalls von der Linie 16 bedienten Philipp-Rosenthal-Straße
und am Bayrischen Platz geplant waren. So hätte die "16" mit Umleitung verkehren
müssen. Nun steht allerdings fest, dass der Umbau des Bayrischen Platzes erst im Jahr 2001
stattfinden werden und die Arbeiten in der Philipp-Rosenthal-Straße auf die Umgestaltung
der Haltestellen reduziert wurden. Daher sind die Chancen für eine Freigabe in
diesem Jahr wieder gestiegen.
Alte Brücke an Zwickauer Straße ist jetzt weg
Die Arbeiten im Bereich der Zwickauer Brücke gehen nun
doch recht zügig voran. Fast genau einen Monat nachdem
eine provisorische Brücke errichtet wurde, ist die alte
Fußgängerbrücke beinahe vollständig abgerissen
worden. Lediglich zwei Stützpfeiler stehen noch. Doch auch diese
werden sicherlich noch in dieser Woche verschwinden. Am Boden sind
nun Bagger mit Presslufthämmern damit beschäftigt, die Brückenteile
zu verkleinern, damit diese abtransportiert werden können.
Der Bau der neuen Brücke, auf der künftig die Linie 16 nach Lößnig
fahren soll, wird sich sicherlich nahtlos anschließen. Die Einzelteile
eines Turmdrehkranes liegen bereits am Rand der Baustelle und warten darauf montiert
zu werden. Auch einer der beiden Fahrleitungsmasten, die dem Bauwerk im
Weg stehen, wurde bereits entfernt. Geplanter Fertigstellungstermin der Brücke ist Mitte 2000.
Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten
15.09.1999
Bereits seit März wurden vorbereitende Arbeiten an
der Bahnstromanlage der Eisenbahn durchgeführt. Schließlich musste Platz
für die Fundamente geschaffen und vier Oberleitungsmasten umgesetzt werden.
Letztere sind jetzt durch neue ersetzt worden und können demnächst abgebaut
werden. Die Maßnahmen begannen mit reichlicher Verspätung und gingen
auch nur sehr langsam vonstatten. Das lag vor allem daran, dass nur in
bestimmten Nächten im Gleisbereich gearbeitet werden konnte.
Derartige Probleme wird es sicherlich auch beim Abriss der alten
Fußgängerbrücke geben, denn auch dabei müssen
die Gleise für den Bahnverkehr gesperrt werden. Danach dürften
die Arbeiten bis zum Einsetzen der neuen Brückenteile
zügig vorangehen. Mit der Fertigstellung des Bauwerks ist Mitte nächsten Jahres
zu rechnen. Auf ihm werden neben den Stadtbahngleisen auch eine Fahrspur und
ein Geh- und Radweg je Richtung Platz finden. Die Linie 16 soll die neue Strecke
ab dem Jahr 2001 bedienen.
Teilabschnitt der Neuen Zwickauer Straße freigegeben
Der erste Teilabschnitt der Neubaustrecke Neue Zwickauer Straße
ist für den Straßenbahnverkehr freigegeben worden. Am
21. Juli 1999 erfolgte die Abnahme der Trasse zwischen der Philipp-Rosenthal-
und der Richard-Lehmann-Straße durch den LVB-Geschäftsführer
Wolfgang Jähnichen. Seit dem 1. August 1999 darf die Strecke für
Umleitungen und Sonderfahrten genutzt werden. Der Leipziger Freundeskreis
Nahverkehr e.V. nutzte die Gelegenheit und führte noch am selben
Tag eine Sonderfahrt auf Stadtbahngleisen durch.
Einen planmäßigen Linienbetrieb wird es auf der
Neuen Zwickauer Straße jedoch noch nicht geben. Schließlich fehlt
noch die Brücke über die Eisenbahngleise, über die die Bahnen
künftig nach Lößnig fahren sollen. Doch auch, wenn dieses Bauwerk
im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt sein wird, soll es zunächst
noch keinen Linienverkehr auf der Strecke geben. Erst ab dem Jahr 2001, wenn auch die Philipp-Rosenthal-Straße
zur Stadtbahntrasse umgebaut worden ist, soll die Linie 16 endlich über
die Neubaustrecke nach Lößnig fahren.
Die Neue Zwickauer Straße wurde gebaut, um das Alte Messegelände
für Investoren attraktiver zu machen. Seit dem Umzug der Messe in den
Leipziger Norden stehen die Hallen und Freiflächen zum Verkauf an.
Die alten Messehallen sind inzwischen fast vollständig vermietet.
Entlang der Neuen Zwickauer Straße sind Neubauten von BMW und Volkswagen
sowie vom Max-Planck-Institut geplant. Allerdings gibt es fast zwanzig Baufelder
für Wohnungen und Gewerbe, so dass es links und rechts der Neubautrasse noch
ziemlich leer aussieht. Wer diese Flächen bebauen will, wendet sich am besten
an die Leipziger Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft (LEVG).
Ein Blick auf den Stadtplan:
Die Bauabschnitte (BA) 1 und 2 wurden am 1. August 1999 für den
Straßenbahnverkehr freigegeben. Der BA 3 ist bereits seit
längerer Zeit fertig, kann jedoch nicht genutzt werden, da er
vor der künftigen Brücke noch im Nichts endet. Die Brücke,
für die zurzeit vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden,
bildet den BA 4. Das Baufeld im BA 5 wurde bereits im letzten Jahr
freigemacht und der BA 6 (Abzweig) ist bereits fertig. Zur Zeit fahren
die Linien 5 und 16 von Lößnig (Süden) kommend über
die Arno-Nitzsche- und Arthur-Hoffmann-Straße zum Bayrischen Platz.
Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten
02.08.1999
Brückenbau an Zwickauer Straße startet
Mit knapp einem Jahr Verspätung beginnt nun im Juni der Bau der neuen Eisenbahnbrücke in
der Zwickauer Straße. Über dieses Bauwerk soll einmal die Linie 16 von Lößnig, über
das alte Messegelände zur Innenstadt fahren. Die Neubaustrecke ist fast komplett fertiggestellt, nur die
Brücke fehlt noch. Sie ist nötig, um die vier Eisenbahngleise der Strecke Stötteritz -
Connewitz und den zweigleisigen Abzweig zum Bayerischen Bahnhof zu überqueren. Bislang
existiert an dieser Stelle nur eine kleine Brücke für Fußgänger und Radfahrer.
Nachdem sich die Leipziger Entwicklungs- und Sanierungsgesellschaft (LESG) mit der Deutschen Bahn AG
geeinigt hat, soll nun der Bau beginnen. Zunächst wird eine Behelfsbrücke errichtet,
damit Fußgänger und Radfahrer die wichtige Verbindung auch während der Bauarbeiten
nutzen können. Anschließend wird die alte Brücke abgebrochen und das neue Bauwerk
mit Gehweg, Fahrbahn und besonderem Bahnkörper errichtet. Besonders im Bereich der Gütergleise
werden sich die Arbeiten schwierig gestalten, da dort nur zwischen ein und vier Uhr nachts gearbeitet werden
kann. Die LESG geht davon aus, dass die neue Brücke im Mai 2000 fertig ist.
Noch ist nicht ganz sicher, ob die Stadtbahnlinie 16 dann sofort die neue Trasse befahren wird,
da im nächsten Jahr die Philipp-Rosenthal-Straße umgestaltet wird. Dabei wird es zu
Behinderungen und Sperrungen kommen, weshalb die Linie 16 ohnehin über ihre angestammte
Strecke durch die Arthur-Hoffmann-Straße fahren müsste.
Auch ist noch unklar,
in welcher Form die Arthur-Hoffmann-Straße bedient werden soll, wenn die "16"
planmäßig über die Neue Zwickauer Straße fährt. Die ursprünglich
geplante Stilllegung wird mehr und mehr unwahrscheinlicher. Die Gleise müssen als Ausweichstrecke
für die parallel verlaufende Stadtbahntrasse Karl-Liebknecht-Straße liegen bleiben. Darüber
hinaus würde der in Lößnig nötige 5-Minuten-Takt in der Neuen Zwickauer und
der Philipp-Rosenthal-Straße ein Überangebot darstellen. Der neue S-Bahn-Haltepunkt
Semmelweisstraße ist nur für das Einzugsgebiet der Haltestelle Kurt-Eisner- /
Arthur-Hoffmann-Straße interessant. Deshalb erscheint es nicht
unwahrscheinlich, dass die Linie 5 ihre alte Linienführung behält oder eine andere Linie durch
die Arthur-Hoffmann-Straße fährt.
31.05.1999
Zwickauer Straße: Unter der Brücke tut sich was
Nachdem während des Winters an der Neuen Zwickauer Straße weit und breit kein Bauarbeiter
zu sehen war, scheint sich nun wieder etwas zu tun. Am 1. März 1999 wurden Profilfreihalter an den vier
Gleisen zwischen den S-Bahn-Haltepunkten Völkerschlachtdenkmal und Marienbrunn befestigt, die die
Bauarbeiter vor fahrenden Zügen schützen sollen. Die zweigleisige Verbindungskurve in
Richtung Bayerischer Bahnhof wurde für den Eisenbahnverkehr gesperrt. Denn auf diesen Schienen
fährt nun ein Bagger, der auch schon mit Grabungen neben den Schienen begonnen hat.
Schließlich müssen zwei Fahrleitungsmasten, die der künftigen
Brücke im Weg stehen, entfernt und durch neue ersetzt werden.
Danach können die Arbeiten an der Brücke
beginnen. Wenn alles nach Plan verläuft, müsste die komplette Strecke Anfang 2000
fertiggestellt sein. Ob sie dann allerdings im Linienverkehr befahren wird, ist noch nicht sicher. Weil im
nächsten Jahr der letzte Abschnitt der Linie 16 - die Philipp-Rosenthal-Straße - umgebaut
werden soll, würden die Bahnen gleich wieder durch eine Baustelle fahren. Außerdem
erreichen die LVB in der Arthur-Hoffmann-Straße (bisherige Strecke) mehr Fahrgäste, als
wenn sie durch das weitestgehend unbebaute Gebiet der Neuen Zwickauer Straße fahren.
Die Stadt wertet den Bau der Straße samt Stadtbahn dennoch als wichtigen
Schritt für die Entwicklung des Areals der alten Messe. So war diese Trasse eine Voraussetzung
für die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts am Deutschen Platz. Die Bauarbeiten hierfür
sollen noch in diesem Jahr beginnen. Ebenfalls noch in diesem Jahr will der Automobilhersteller BMW
an der Haltestelle Zwickauer Str. / Richard-Lehmann-Straße seine Leipziger Hauptniederlassung
bauen. Allerdings sind noch längst nicht alle Flächen vergeben. Für Investoren
ist also noch viel Platz.
Anders die Situation bei den Messehallen. Sie sind inzwischen komplett vermietet und dienen nun als
Second-Hand-Warenhaus, Fernsehstudio, Diskothek, Konzerthalle oder Bürogebäude. Die
Großmarkthalle - der "Kohlrabizirkus" - westlich der Trasse wird als Eislaufhalle
genutzt.
15.03.1999
Neue Zwickauer Straße - so sieht's aus
Am Montag, 19.10.98, konnte nun endlich auch der Abschnitt zwischen Semmelweisstraße und
Richard-Lehmann-Straße (Teil des Bauabschnitts 1 und gesamter Bauabschnitt 2) für den PKW-Verkehr freigegeben werden. Damit ist nun die
Straßenverbindung zwischen Philipp-Rosenthal-Straße und Richard-Lehmann-Straße
fertiggestellt. Die Gleise könnten auch befahren werden, wenn nicht im gesamten Bauabschnitt 2
die Fahrleitung fehlen würde.
Ursprünglich sollte die Straßenfreigabe schon am 2. Oktober erfolgen, aber Kommunikationsprobleme
zwischen den einzelnen Behörden haben zu Verzögerungen beim Bau wichtiger Lichtsignalanlagen
geführt. Jetzt wurde die Straße kurzerhand ohne Ampeln freigegeben. Die Anlage an der Zwickauer
Ecke Semmelweisstraße soll noch im Oktober zugeschaltet werden, die wichtigere an der Richard-Lehmann-Straße
kommt wohl erst Anfang Dezember.
Lichtsignalanlagen entstehen an folgenden Knotenpunkten:
- Philipp-Rosenthal-Straße / Semmelweisstraße (Zuschaltung: 02.10.98)
- Semmelweisstraße / Str. d. 18. Oktober
- Semmelweisstraße / Neue Zwickauer Straße (Zuschaltung: Oktober 1998)
- Neue Zwickauer Straße / Neue Curiestraße
- Neue Zwickauer Straße / Richard-Lehmann-Straße (Zuschaltung: Dezember 1998)
- Neue Zwickauer Straße / Mercedes-Benz-Zufahrt (Höhe Brücke)
- Zwickauer Straße / Arno-Nitzsche Str. / An der Tabaksmühle (Zuschaltung: 06.10.98)
Die Leipziger Volkszeitung hat mehrmals berichtet, dass die Neue Zwickauer Straße zwei
Doppelfahrspuren erhält. Das stimmt nicht. Auf den Fahrspuren haben zwar zwei Fahrzeuge nebeneinander
Platz; sie erhalten aber nur die Markierung für einen Fahrstreifen.
Es handelt sich also um sogenannte überbreite Fahrspuren. Lediglich in den Kreuzungsbereichen wurden
Abbiegespuren und ein Radweg markiert.
Nur die zum ersten Bauabschnitt gehörende Semmelweisstraße erhielt durchgehend vier Fahrspuren.
Sie ist Bestandteil des geplanten Tangentenvierecks um die Leipziger Innenstadt.
(Ausschnitt: ... - Neue B2 (Gerichtsweg) - Prager Straße . Semmelweisstraße - Kurt-Eisner-Straße -
Wundtstraße - ...) Die Richard-Lehmann-Straße, die ja auch von der Zwickauer Straße
gekreuzt wird, bildet einen Teil des künftigen Mittleren Rings, der die Außenbezirke miteinander
verbinden wird.
Kommen wir zum dritten Bauabschnitt (R.-Lehmann-Str. - DB-Brücke). Hier hat sich in den
letzten Monaten überhaupt nichts getan. Nur das Rasengleis wird ab und zu gemäht und
die Werbung an den Haltestellen ausgetauscht. Dieser Bauabschnitt war allerdings auch der erste der fertiggestellt wurde.
Er dient nach wie vor nur als Zufahrt zum Mercedes-Benz-Zentrum. (Deshalb war er wohl auch so schnell fertig...)
Der vierte Bauabschnitt ist die Brücke über die Eisenbahngleise. Hier haben die Arbeiten
noch immer nicht begonnen. Als Fertigstellungstermin wird nach wie vor Ende 1999 angegeben.
Als im fünften Bauabschnitt die Anlage mit 80 Garagen abgerissen wurde (im August), sah es zunächst so aus,
als würden auch dort die Arbeiten beginnen. Es blieb allerdings beim Abriss. In der LVB-Mitarbeiterzeitung
"Triebwagen" heißt es, dass dort erst im nächsten Jahr weitergebaut wird.
Anders sieht es im sechsten und letzten Bauabschnitt aus. Die Arbeiten, die am 20. Juli begonnen haben,
neigen sich ihrem Ende entgegen. Dort wurde bis Anfang August die Anbindung an die Neue Zwickauer
Straße hergestellt, indem im Haltestellenbereich Triftweg zwei neue Weichen eingebaut wurden.
Diese stehen vorerst nur auf Abbiegen in Richtung Connewitz, denn die Geradeausfahrt wird erst mit Fertigstellung
der Bauabschnitte 4 und 5 möglich sein.
Die Arbeiten umfassten allerdings mehr als den Einbau zweier Weichen. Vielmehr wurde der gesamte
Kreuzungsbereich umgestaltet, die stadtwärtige Haltestelle "Triftweg" wurde mit der landwärtigen Haltestelle
zusammengelegt und modernisiert. In diesem Bereich wurden die Gleise leicht verlegt, um eine ungehinderte
Geradeausfahrt Richtung Alte Messe zu ermöglichen. Auch die Straßenweiterführung
nach Norden wurde vorbereitet. Die Kreuzung erhielt eine Lichtsignalanlage.
Seit dem 10. August können die Linien 5 und 16 wieder nach Lößnig fahren, seit 6. Oktober
ist die Kreuzung auch für den Autoverkehr freigegeben. In den nächsten Tagen werden die Fuß- und
Radwege fertiggestellt. Dann werden die Bauarbeiter vermutlich erst im neuen Jahr wiederkommen, um die
letzten beiden Bauabschnitte in Angriff zu nehmen.
Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten
23.10.98
Bauarbeiten schreiten voran
Neues von den Baustellen der LVB: Nachdem nun für mehrere Wochen die Philipp-Rosenthal-Straße
im Bereich der Semmelweisstraße für den Individualverkehr halbseitig gesperrt war, verlagert sich
die Baustelle nun zur Straße des 18. Oktober. In der Semmelweisstraße (1. Bauabschnitt) wurden nämlich bereits
nördlich und südlich der Str. d. 18. Oktober die Gleise für die neue Stadtbahntrasse der Linie 16 ("Neue Zwickauer Straße") verlegt und
müssen nun noch miteinander verbunden werden.
Auch die Breite Straße wird ab 12.01.98 in landwärtiger Richtung für den Individualverkehr
gesperrt. Die Bahnen werden dort schon seit 17.11.98 durch den stillgelegten Straßenbahnhof Reudnitz
umgeleitet. In der Breite Straße wird die Strecke auf Stadtbahnniveau gebracht.
Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten
06.10.97: Straßenbahntrasse in der Breite Straße wird erneuert
10.01.98
Neue Zwickauer Straße - Die Bauabschnitte
Das neue Großprojekt der Leipziger Verkehrsbetriebe ist der Bau der neuen Zwickauer Straße. Die Linie 16 soll einmal im Südabschnitt
am Bayrischen Platz geradeaus über die Philipp-Rosenthal-Straße - Semmelweisstraße - Zwickauer Straße nach Lößnig fahren.
Dadurch soll die Arthur-Hoffmann-Straße, durch die die Linie 16 zur Zeit noch nach Lößnig fährt, "entlastet" werden.
Die Linie 16 wird dadurch gleichzeitig beschleunigt, da die Strecke - wie schon im Nordabschnitt zur Neuen Messe geschehen - mit separatem Gleiskörper (Rasengleis)
und mit beeinflussbaren Lichtsignalanlagen ausgerüstet wird. Die Bahnen können sich dann ihre Strecke freischalten.
Das Projekt besteht aus sechs Bauabschnitten und soll im Frühjahr 2000 fertiggestellt sein.
Zwischen der Richard-Lehmann-Straße und dem Triftweg muss eine neue Brücke über die Eisenbahnschienen gebaut werden. Zur Zeit existiert dort nur eine Fußgängerbrücke.
Gebaut wird zwar noch nicht an der Brücke, aber schon seit September in der Semmelweisstraße und zwischen der Fußgängerbrücke.
und der Richard-Lehmann-Straße. Außerdem wird gerade die Messehalle 20 abgerissen, da sie der Trasse im Weg steht.
Es werden aber nicht nur Straßenbahngleise verlegt, sondern es entstehen auch zwei Fahrspuren für Autos, weshalb schon mehrere Umweltschutzorganisationen protestierten.
Die Planer begründen ihre Entscheidung damit, dass dadurch das alte Messegelände besser erschlossen würde und damit mehr Investoren anlockt.
Der ÖPNV wird während der Baumaßnahmen übrigens nicht behindert, da es sich um einen Streckenneubau handelt. Nur beim Anschließen
an das bestehende Netz wird es zu Umleitungen kommen.
Baubeginn an der neuen Zwickauer Straße
Am 22.09.97 beginnen in der Semmelweisstraße vorbereitende Maßnahmen für den Neubau der Zwickauer Straße, in deren Mitte die südliche Stadtbahntrasse
der Linie 16 verlaufen wird. Die Linie 16 wird einmal vom Bayrischen Platz über die Ph.-Rosenthal-Straße, Semmelweisstraße über das Alte Messegelände nach
Lößnig fahren. Dafür wird zur Zeit die Messehalle 20 abgerissen. Umweltschützer und Straßenbahnfreunde protestierten bisher erfolglos gegen die Variante,
links und rechts neben den Gleisen extrabreite Fahrspuren anzulegen, da dadurch noch mehr Autoverkehr angelockt werden würde.
Es gibt auch noch einen anderen Streitpunkt: Einige Verkehrsplaner beabsichtigen, langfristig die Arthur-Hoffmann-Straße, durch die jetzt die Linien 5 und 16 nach Lößnig fahren,
für den schienengebundenen Linienverkehr stillzulegen. Dafür soll es dann eine neue Buslinie geben. Schließlich gäbe es ja noch die parallel verlaufende Karl-Liebknecht-Straße.
Die Tatsache, dass die Arthur-Hoffmann-Straße häufig für Umleitungen verwendet wird, zeigt, dass sie doch sehr wichtig ist.
Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten
22.09.97