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Der hier beschriebene Bauabschnitt liegt zwischen der Niederkirchner- und der Scharnhorststraße. Er umschließt die Haltestellen Arndtstraße und Kurt-Eisner-Straße. Die Karl-Liebknecht-Straße ist baulich vierspurig, wird aber wegen einer geänderten provisorischen Fahrbahnmarkierung nur als zweispurige Straße genutzt. Die jeweils frei gewordene Spur wird zum Parken genutzt. Ein besonderer Bahnkörper war südlich der Schenkendorfstraße bereits vorhanden. Die Gleise bestanden in diesem Bauabschnitt aber immer noch aus alten Großverbundplatten und waren in schlechtem Zustand. Die Haltestelleninseln mit ihren Betonplatten und verrosteten Geländern machten einen heruntergekommenen Eindruck.
Der Umbau. Die Umgestaltung der Karl-Liebknecht-Straße geht auf einen Vorschlag des Umweltbundes Ökolöwe zurück. Dieser wurde bereits durch das Aufbringen einer provisorischen Fahrbahnmarkierung getestet und sollte nun auch baulich umgesetzt werden. Seit Fertigstellung der Straße rollt die Straßenbahn auf einem gepflasterten Bahnkörper. Dieser ist etwa 6 Meter breit. Der Gleismittenabstand von 2,80 Meter ermöglicht auch die Begegnung von bis zu 2,40 Meter breiten Straßenbahnen. In der Mitte zwischen den beiden Gleisen entstand ein kleiner Grünstreifen. Links und rechts neben der Bahn gibt es nun nur noch je einen Fahrstreifen für den Individualverkehr. Dieser ist etwa 3,60 bis 3,70 Meter breit. Ihm schließt sich ein Radweg und ein Parkstreifen an. Diese werden von der Straße nicht baulich, sondern durch Fahrbahnmarkierung abgetrennt. Für die Fußgänger wurden an den Seitenstraßen sogenannte Nasen und als Aufstellfläche am Bahnkörper sogenannte Broschen errichtet. Die Querung der Karl-Liebknecht-Straße ist ohne Ampel möglich. Nur an den Gleisen und den großen Knotenpunkten wurden aus Sicherheitsgründen Signalanlagen aufgestellt. Die Haltestelle Kurt-Eisner-Straße erhielt Hochbahnsteige mit moderner Haltestelleausstattung. Der Abzweig in die stillgelegte Kurt-Eisner-Straße wurde entfernt. Die Haltestelle Arndtstraße wurde einige Meter nach Norden direkt an den Südplatz verlegt. Sie erhielt ebenfalls Haltestelleninseln mit Hochbahnsteigen und muss aufgrund ihrer neuen Lage umbenannt werden. (Da es die Haltestellen Schenkendorfstraße und Körnerstraße schon auf den Linien 5/16/60 bzw. 89 gibt, wäre der Name "Südplatz" bestimmt nicht falsch.) Der besondere Gleiskörper wurde bis zur Körnerstraße verlängert. Bauablauf: Die Bauarbeiten wurden vom Oktober 1999 bis April 2000 durchgeführt. Baubeginn war der 25. Oktober 1999. Die landwärtige Fahrbahn wurde gesperrt und blieb dem Anwohnerverkehr vorbehalten. Die Straßenbahntrasse war bis zum 2. Dezember nicht befahrbar. Die Linie 11 wurde über die Arthur-Hoffmann-Straße, die Linie 28 über die neugebaute Zwickauer Straße umgeleitet. Die Linie 24 endete an der Messekehre. Vom 20. November bis 3. Dezember 1999 wurde der Kreuzungsbereich an der Kurt-Eisner-Straße gesperrt. Anfang 2000 begannen die Umbauarbeiten am Südplatz. Hier wurden zusätzlich die Fahrbahnen und Gehwege erneuert. Ein denkmalgeschütztes Toilettenhaus wurde umgesetzt und saniert. Bis Ende Oktober wurden die alten Großverbundplatten entfernt. Von der Körnerstraße bis zur Arndtstraße wurde am 4. und 5. November der Betonunterguss hergestellt und die ersten Gleise verlegt, aber noch nicht befestigt. Bis zum 2. Dezember wurden die Gleise verlegt und teilweise gepflastert. Außerdem konnten die neuen Haltestelleninseln am Südplatz (stadtwärts) und an der Kurt-Eisner-Straße (landwärts) fertiggestellt werden. Der Abzweig an der Kurt-Eisner-Straße wurde ausgebaut und die Gleise im Kreuzungsbereich erneuert. Die Straßenbahnen konnten - wie vorgesehen - am 3. Dezember wieder durch die Karl-Liebknecht-Straße fahren. Bis zum 17. Dezember wurde das Pflaster im Gleisbereich fertiggestellt, der schmale Mittelstreifen zwischen den Gleisen begrünt und die stadtwärtige Haltestelle an der Kurt-Eisner-Straße errichtet. Über Weihnachten ruhten die Arbeiten. Im neuen Jahr begann die Umgestaltung des Südplatzes. Dort konnte die landwärtige Haltestelle Anfang Februar freigegeben werden. Gleichzeitig durften wieder die ersten Anlieger über die neue Fahrbahn am Südplatz fahren. Seit 18. Februar ist die Karl-Liebknecht-Str. wieder in beiden richtungen befahrbar. Bis dahin wurden alle vier Haltestelleninseln mit dynamischen Anzeigern versehen, die am 3. März teilweise in Betrieb genommen wurden. Außerdem wurden die Broschen zur Querung des Bahnkörpers angelegt und Signalanlagen aufgestellt. Der Bau der Gehwegnasen an den Seitenstraßen begann zeitgleich. Die Arbeiten konnten im April 2000 abgeschlossen werden.
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