Fahrplanwechsel bringt viele Veränderungen
Am 29. August 1999 findet der diesjährige Fahrplanwechsel
bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und beim
Regionalverkehr Leipzig (RVL) statt. Damit tritt
der erste gemeinsame Fahrplan der beiden Unternehmen in Kraft.
Diese enge Zusammenarbeit wurde möglich, nachdem die LVB
95 Prozent der Geschäftsanteile des RVL übernommen hatten.
Die meisten Veränderungen gibt es daher im Regionalverkehr,
der auf das Oberzentrum Leipzig ausgerichtet sein wird und eine bessere
Anbindung vom Bus zur Bahn gewährleisten soll. Bisher bestehender
Parallelverkehr soll abgebaut werden, so dass viele Regionalbusse nun
am Stadtrand enden und die Fahrgäste in die Bahnen umsteigen sollen.
Die Tickets werden dann meist gegenseitig anerkannt. Neu eingeführt
wird die Expresslinie 100, die ohne Halt vom Connewitzer Kreuz
über die B2 nach Zwenkau fahren wird.
Doch auch im Stadtverkehr wird es Veränderungen geben. So werden
zum Beispiel alle 50er Liniennummern beseitigt. Die Nummern der Tageslinien
bleiben also auch im Spätverkehr bestehen. Nur Teile der Linien 54
und 55 werden zu einer neuen Linie 70. Darüber hinaus wird der nicht besonders
kundenfreundliche Ferienfahrplan abgeschafft und der 10-Minuten-Takt
nach Taucha, Meusdorf und Markkleeberg-West ausgebaut. Auch viele der neuen
Leipziger Ortsteile wie Lindenthal, Althen, Hirschfeld und Kleinpösna
erhalten eine bessere Anbindung an die Stadt.
Umstellen müssen sich die Fahrgäste der Regionalbusse in
Dölzig, Rückmarsdorf, Frankenheim, Böhlitz-Ehrenberg
und zum Saalepark.
Hier wird grundsätzlich der LVB-Tarif eingeführt. Außerdem
fährt die Linie 131 dann nur noch im Stundentakt zwischen Angerbrücke
und Saalepark. Durch eine veränderte Linienführung der "130"
bleibt der 30-Minuten-Takt zwischen Angerbrücke und Dölzig jedoch bestehen.
Und das waren noch lange nicht alle Veränderungen. Die Details
erfahren sie auf einer Extra-Seite zum Fahrplanwechsel. Einen Verweis dorthin
finden Sie unter dieser Meldung. Leider lässt auch diese Extra-Seite
noch einige Fragen unbeantwortet. Wenn wir jedoch genaueres erfahren,
werden wir diese Seite aktualisieren.
24.07.1999
Midi-Busse starten am 9. Oktober 1999
Die von den Leipziger Verkehrsbetrieben geplante
neue Midi-Buslinie 89 soll am 9. Oktober 1999,
dem zehnten Jahrestag der großen Montagsdemonstration,
eröffnet werden. Sie wird künftig
von der Kurt-Eisner-Straße zum Hauptbahnhof
fahren.
Südliche Endstelle ist die Ecke
Kurt-Eisner- / Kohlenstraße. Von dort
geht es über die Kurt-Eisner-Straße -
August-Bebel-Straße - Mahlmannstraße -
Wundtstraße - Pestalozzistraße -
Grassistraße (stadtwärts) bzw.
Ferdinand-Rhode-Straße (landwärts) -
Karl-Tauchnitz-Straße - Neues Rathaus -
Thomaskirche - Grimmaische Straße -
Reichsstraße - Schumachergässchen -
Nikolaistraße - Brühl - Hallisches Tor
und Hauptbahnhofsvorplatz zur Goethestraße.
Mit der neuen Linie 89 erschließen die
LVB erstmals auch das Musikviertel und die Innenstadt.
In der Nikolaistraße, in der Grimmaischen Straße
vor der Mädlerpassage und an der Thomaskirche entstehen
neue Haltestellen. In der Grassistraße werden drei und
in der Ferdinand-Rhode-Straße vier neue Zustiegsmöglichkeiten
eingerichtet. Die Straßenbahnstrecke
in der Harkort- und August-Bebel-Straße wird
stillgelegt. Die Linie 24 verkehrt dann nur
noch zwischen Gohlis-Nord und Wilhelm-Leuschner-Platz über
Hauptbahnhof und Augustusplatz. Die Midi-Busse sollen tagsüber alle 20 Minuten, in der
Hauptverkehrszeit alle 15 Minuten verkehren.
Eigentlich sollte die Linie 89 bereits zum kommenden Fahrplanwechsel
am 29. August eingeführt werden. Die Stilllegung des Abschnitts der Linie 24
bedarf aber eines Stadtratsbeschlusses. Der Antrag erschien jedoch
nicht auf der Tagesordnung der letzten Ratsversammlung. Deshalb wird die Entscheidung
nun auf der nächsten Sitzung am 15. September 1999 fallen.
Anmerkung: Die neue Linie 89 wird mit Sicherheit ein
attraktives Angebot für die Bürger in der Südvorstadt
und im Musikviertel. Der Wegfall der schlecht ausgelasteten Linie
24 ist zu verkraften, schließlich sorgen die neuen Haltestellen
im Musikviertel und in der Innenstadt für noch kürzere Wege.
Ob es eine gute Idee ist, die Busse durch die Fußgängerzone
in der Nikolaistraße zu schicken, wird sich zeigen. Wegen der Freisitze
könnte es dort im Sommer etwas eng werden.
Die LVB müssen allerdings aufpassen, dass sie nicht gar zu viel
Werbung für die neue Linie machen. Sonst wird es ziemlich eng
in den kleinen Bussen und die neu gewonnenen Fahrgäste werden gleich
wieder verloren. Die LVB sollten also vielleicht doch noch einmal darüber
nachdenken, zwei zusätzliche Reservebusse zu beschaffen, um bei entsprechender Nachfrage
einen 10-Minuten-Takt anbieten zu können. (Martin Böttcher)
Foto: © Tobias Hartmann
08.06.99: Neuer Midi-Bus vorgestellt
19.04.99: Midi-Busse sollen durchs Musikviertel rollen
24.07.1999
Einigung über Umbau der Georg-Schumann-Straße
Das Regierungspräsidium und die Stadt Leipzig haben
ihren Streit um die Neugestaltung der Georg-Schumann-Straße
beigelegt. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung (LVZ) in ihrer
Ausgabe vom 23.07.1999. Der Kompromiss sieht vor,
die Gleise auf Stadtbahnniveau zu bringen und die Fahrbahnen
zu sanieren. Dabei solle es weiterhin durchgehend zwei
Fahrstreifen je Richtung geben. Die Haltestellen Lützowstraße
und Lindenthaler Straße werden zu Inseln mit Hochbahnsteigen
umgebaut. Weiterhin sollen die Fußwege saniert und moderne
Lichtsignalanlagen aufgestellt werden.
Der dann erreichte Zustand bleibt aber nur vorrübergehend.
Denn wenn bis zum Jahr 2004 die neue B6 als parallele Entlastungsstraße
entstanden ist, soll die Georg-Schumann-Straße wie von der Stadt gewünscht
zu einer Flaniermeile nach Vorbild der Delitzscher Straße umgestaltet
werden. So wird es dann nur noch einen Fahrstreifen je Richtung sowie
Radstreifen und zusätzliche Parkplätze und Bäume geben.
Die Anwohner der Georg-Schumann-Straße müssen sich also
auf zwei Umbaumaßnahmen einstellen. Die ersten Arbeiten
werden nun Mitte 2000 von den Leipziger Verkehrsbetrieben durchgeführt.
Allerdings muss noch geklärt werden, ob richtungs- oder abschnittsweise
gebaut werden soll.
Anmerkung: Es bleibt zu hoffen, dass sich das Regierungspräsidium
und die Stadt diesmal wirklich geeinigt haben und der Streit nicht wieder von
vorne beginnt. Denn eigentlich sollten die Umbauarbeiten bereits in diesem Jahr
starten. Länger als ein Jahr können die alten Gleise wirklich nicht
mehr warten. Allerdings bleiben bei dem LVZ-Bericht noch einige Fragen
unbeantwortet: Wieso passen auf einmal zwei Fahrstreifen links und
rechts neben die separierten Gleise? Hat man sich etwa doch auf die
angeblich nicht förderfähige Fahrbahnbreite von 5,50 Meter
geeinigt? Sind Parkflächen vorgesehen oder werden nun die Händler
gegen das Projekt Sturm laufen?
Außerdem berichtet die LVZ,
dass noch nicht geklärt sei, ob die Gleise im Schotterbett liegen
oder aufgepflastert werden. Diese Frage düfte sich eigentlich
gar nicht stellen, da ein Schotterbett nicht gerade stadtverträglich
ist. Ein mit Borden abgetrennter gepflasterter Gleiskörper sollte
genauso als Stadtbahntrasse förderfähig sein. Alles andere wäre
eine völlig veraltete Auslegung der Förderrichtlinien.
(Martin Böttcher)
19.04.99: Stadtbahnlinie 11: Weitere Verzögerung in der Georg-Schumann-Straße
29.07.98: Streit über Georg-Schumann-Straße beigelegt denkste!
29.04.98: Georg-Schumann-Straße wird ab '99 umgebaut
24.07.1999
Bald kleinere Baumaßnahmen in Torgauer und Riesaer Straße
Im Herbst starten die Leipziger Verkehrsbetriebe wieder mehrere kleinere
Baumaßnahmen. So wird ab Mitte September die Haltestelle
Torgauer / Permoserstraße erneuert. Sie erhält Hochbahnsteige
und eine neue Haltestellenausstattung wie Wartehallen, Laternen
und Sitzgelegenheiten. Parallel zu diesen Arbeiten werden im Bereich
Permoserstraße 26 alte Großverbundplatten durch neues
Querschwellengleis ersetzt.
Im Oktober wird die Kurve Riesaer Straße / Spitzwegstraße
erneuert. Hier werden die alten Gleise ersetzt und ein neuer Deckenschluss
hergestellt. Ebenfalls im dritten Quartal dieses Jahres soll die
Haltestelle Plovdiver Straße auf Stadtbahnstandard gebracht und
die angrenzende Kurve erneuert werden. Außerdem werden im
Zeitraum September bis November 1999 die Weichen Wurzner Straße /
Cunnersdorfer Straße, Endstelle Plagwitz und Grimmaischer
Steinweg durch neue elektrisch und mechanisch verriegelbare
Weichen der Bauart Hanning & Kahl ersetzt. Die ehemals elektrischen
Weichen mussten im Juli 1998 abgeschaltet werden, weil die LVB ihr Weichenstellsystem
modernisiert hatten.
24.07.1999
"Leichenwagen" wirbt für Küchenstudio
Nun ist der Bann gebrochen: Seit reichlich einer Woche ist in Leipzig der
erste Niederflurwagen unterwegs, der vollständig mit Werbung
überklebt wurde. Der Triebwagen 1125 ist jetzt rabenschwarz
und wurde mit weißen Schriftzügen und roten Symbolen
versehen, die für ein Küchenstudio werben. Die Werbung
erstreckt sich auch teilweise über die Fenster, was die
Sicht aber nicht wesentlich behindert. Der Durchblick ist in beide
Richtungen gewährleistet.
Wegen seiner schwarzen Farbgebung wird der Wagen von einigen
Straßenbahnfreunden liebevoll "Leichenwagen" genannt.
Das Küchenstudio hat sich die Aktion rund 25.000 Mark kosten
lassen. Dafür wird die Werbung aber auch drei Jahre lang im
Stadtbild zu sehen sein. Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben damit
ihre Niederflurwagen als Werbeträger freigegeben, da jede Mark dringend
benötigt wird. Im Jahre 1996 kostete es die Verkehrsbetriebe noch
eine Menge Überwindung, als ein alter Tatra-Beiwagen unterhalb
der Fenster komplett mit Werbung versehen werden sollte. Modernisierte
Triebwagen und der NGT8 waren damals noch tabu. Wir werden die
verschiedenen Wagen mit Teil- oder Ganzwerbung demnächst in
einer Galerie vorstellen.
01.02.98: T4D-M jetzt auch mit Teilpopwerbung
18.07.1999
CDU will Schnellstraßensystem bauen
Mit neuen Forderungen nach Verbesserungen für Autofahrer
macht die Leipziger CDU mal wieder auf sich aufmerksam. So
möchte man Schnellstraßen einrichten, auf denen
60 bis 70 Kilometer pro Stunde gefahren werden können.
Geeignet dafür seien Abschnitte der Torgauer und Prager
Straße sowie die neue B2. Auch auf der neuen B6 sollen
solche Abschnitte eingerichtet werden. Die CDU begründet
diesen Vorstoß damit, dass der Verkehr so schneller abfließen
könne und somit die Schadstoffbelastung sinkt.
Die Christdemokraten fordern weiterhin, die Umbaupläne
für die Karl-Liebknecht-Straße zu den Akten zu legen.
Dort ist geplant, nur noch eine Fahrspur pro Richtung sowie je
einen Park- sowie Radstreifen anzulegen. Die Straßenbahn
fährt auf einem besonderen Bahnkörper in der
Straßenmitte (wir berichteten). Ex-CDU-Fraktionschef
Hähle: "Es macht keinen Sinn, wenn in der Straßenmitte
toter Raum entsteht, wo nur ab und zu eine Bahn fährt und
sich rechts und links der Autoverkehr staut." Leipzig dürfe
mit Umbauten wie in der Delitzscher Straße nicht weiter "Geld
in den Sand setzen". Weiterhin sollen die bestehenden Bahnkörper
für Taxiverkehr freigegeben werden.
Die CDU hofft, die SPD auf ihre Seite zu ziehen, um bei der Abstimmung
im September eine Mehrheit für ihre Forderungen zu bekommen.
Anmerkung:
Mit den oben beschriebenen Forderungen stellen die Leipziger Christdemokraten
mal wieder ihre verkehrspolitische Inkompetenz unter Beweis. So
wäre ein schnelles Fahren auf den oben genannten Straßen nur
möglich, wenn sie kreuzungsfrei gebaut werden. Dies trifft allerdings
nur für die Randbereiche der neuen B2 zu, wo bereits mit hoher Geschwindigkeit
gefahren werden darf. In der Stadt würden diese Geschwindigkeiten gar nichts
bringen, da die Autofahrer am nächsten Knotenpunkt ohnehin bremsen müssen.
Darüberhinaus sorgen breitere Straßen nicht dafür, dass der Verkehr besser
fließt, sondern sie ziehen oftmals sogar mehr Verkehr an, was wiederum zu Staus
führt. Ein attraktiver ÖPNV sorgt
hingegen dafür, dass mehr Leute auf Busse und Bahnen umsteigen und gerade
dadurch werden die Straßen spürbar entlastet. Der Inidividualverkehr
braucht die Öffentlichen!
Die geplanten Umbaumaßnahmen in der Karl-Liebknecht-Straße
werden bereits seit Monaten vor Ort getestet und haben sich sehr gut
bewährt. Es gibt zusätzliche Parkplätze, einen neuen Radstreifen,
viele neue Bäume und keine Staus. Nun soll die gelbe Fahrbahnmarkierung
durch bauliche Veränderungen ersetzt werden. Der Zustand, den die CDU zu erhalten fordert, hat also
schon lange keinen Bestand mehr. Eine Stadtautobahn würde sicher
weniger zum Bummeln einladen. In dem "toten Raum" in
der Mitte der Karl-Liebknecht-Straße sitzen übrigens pro Tag weit über 15.000
Fahrgäste in ihrer Straßenbahn. Wenn diese alle in ihre Autos
umsteigen würden, gäbe es tatsächlich Staus in der Karlie.
Die Christdemokraten üben sich mal wieder in Polemik und Populismus,
ohne dabei auch nur im geringsten an die Folgen für unsere Stadt zu denken.
Ich hoffe, dass die Leipziger SPD das auch erkannt hat. (Martin Böttcher)
Stadtbahnbau Karl-Liebknecht-Straße
18.07.1999
Verkehrsbetriebe gründen ÖPNV-Gesellschaft
Die Leipziger Verkehrsbetriebe machen sich fit für den Wettbewerb.
Am 1. Juli 1999 gründeten sie gemeinsam mit vier anderen deutschen
Verkehrsbetrieben die erste deutsche ÖPNV-Gesellschaft.
Damit wollen die Unternehmen verhindern, dass ausländische
Firmen den deutschen Verkehrsmarkt aufkaufen. Die neue Gesellschaft
mit dem Namen Deutsche Nahverkehrs GmbH soll künftig bei Verkäufen
deutscher Verkehrsunternehmen mitbieten und ihr Know-how anbieten.
Neben den Leipziger Verkehrsbetrieben sitzen die Dresdner Verkehrsbetriebe
AG, die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die Stadtwerke Bonn GmbH
und die Saarbahn GmbH mit im Boot. Unternehmenssitz ist Hannover.
Geplant ist, ein namhaftes und finanzstarkes deutsches Unternehmen
als Partner zu gewinnen. Dieser branchenfremden Großfirma
sollen 51 Prozent der neuen Gesellschaft übertragen werden.
Die Deutsche Nahverkehrs GmbH ist eine reine Managementgesellschaft,
die die Firmen übernimmt und neu organisiert.
Parallel zu dieser ÖPNV-Gesellschaft wurde eine kommunale
Anteilseignergesellschaft gegründet, deren Sitz in Leipzig sein
wird. Aufgabe dieser Gesellschaft ist die Interessen- und Kapitalbündelung
der kommunalen Partner.
18.07.1999
LVB gründen weitere Tochterunternehmen
Die Leipziger Verkehrsbetriebe wandeln sich immer mehr zum Konzern.
Nach der Gründung der Verkehrs Consult Leipzig und der Leipziger Servicebetriebe
sowie der Übernahme der Regionalverkehr Leipzig GmbH gründeten
sie nun zum 1. Juli 1999 die Leipziger Fahrzeugservice-Betriebe GmbH (LFB).
Damit haben die LVB einen kompletten Geschäftsbereich ausgegründet.
Das neue Tochterunternehmen wird vor allem Dienstleistungen in der Instandhaltung,
Modernisierung und Reparatur von Straßenbahnen und Bussen anbieten.
Die LFB sind zur Zeit noch eine hundertprozentige Tochter der Verkehrsbetriebe,
bis zum Jahresende soll allerdings eines der vier größten Unternehmen
der Fahrzeugindustrie als gleichberechtigter Partner gewonnen werden. Dieses Unternehmen würde
dann gemeinsam mit den LVB in Heiterblick ein neues Technisches Zentrum für
160 Millionen Mark errichten, das dann auch Aufträge aus der Fahrzeugindustrie
annehmen soll.
Ebenfalls am 1. Juli 1999 übernahm die Mitteldeutsche Bahnreinigung
GmbH (BRG) 49 Prozent der Gesellschafteranteile der Leipziger Servicebetriebe.
Die BRG ist ein Teil der dvm-Gruppe (Deutsche Verkehrsdienstleistungs- und
Management GmbH / Deutsche Bahn Gruppe) und ist unter anderem in
der Fahrzeug- und Gebäudereinigung sowie im Eisenbahnbetriebsdienst tätig.
Bisher waren die LVB alleiniger Gesellschafter der Leipziger Servicebetriebe.
Neu ist auch die Leipziger Fahrzeugmanagement GmbH (LFM), die für
die Fahrzeuge der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV)
verantwortlich ist. Die LVV ist eine Holding, der die Stadtwerke, die Wasserwerke
und die Verkehrsbetriebe angehören. Die LFM betreibt nicht nur Transportleistungen,
Fuhrparkverwaltung und Instandhaltung für die Fahrzeuge der LVV-Töchter, sondern
wird auch neue Geschäftsfelder erschließen. Die LVB wollen mit
51 Prozent Mehrheitsgesellschafter sein.
Und noch eine neue Firma wurde ins Leben gerufen: Die Datenverarbeitungsgesellschaft
"perdata" übernimmt die gesamte EDV-Betreuuung für Stadtwerke,
Wasserwerke und Verkehrsbetriebe.
18.07.1999