Archiv - Juli 1998



LVB und Regionalverkehr Leipzig werden fusionieren

Leipzigs OBM Wolfgang Tiefensee (SPD), Landrat Werner Dieck (CDU) und LVB-Geschäftsführer Wilhelm Georg Hanss unterzeichneten gestern eine Absichtserklärung, in der sie sich für eine Fusion der beiden Verkehrsbetriebe von Stadt und Kreis aussprechen. Mit der Vereinigung sollen die Linien neu gegliedert sowie die Fahrpläne und Tarife aufeinander abgestimmt werden. Durch Einsparung von Parallelverkehr und die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen und Werkstätten soll vor allem Geld gespart werden. So werden Einschränkungen der Angebote verhindert und Arbeitsplätze gesichert. Die Fusion soll noch in diesem Jahr stattfinden. Unklar ist noch, wie sie sich auf die Tarife auswirkt. Während bei den LVB nach Zeit bzw. Zonen abgerechnet wird, geht es beim Regionalverkehr nach Kilometern. Ob die Tarife noch vor Inkrafttreten des Verbundtarifes des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes Mitte nächsten Jahres umstrukturiert werden, steht noch nicht fest.

Anmerkung (17.12.98): Nach neuestem Stand wird es einen einheitliche Verbundtarif des MDV frühestens ab dem Jahr 2000 geben.

28.05.98: SPD für Zusammenschluss von LVB und RVL

29.03.98: Mitteldeutscher Verkehrsverbund gegründet

30.07.98

Viele Vorschläge bei OBM-Sprechstunde zum Nahverkehrsplan

Dutzende Leipziger kamen am Dienstagabend zur zweiten Sprechstunde des Oberbürgermeisters Wolfgang Tiefensee (SPD) in das kleine Stadtbüro am Marktplatz. Leipzigs Nahverkehr sorgt schließlich für ausreichend Gesprächsstoff. Vor allem die Anwohner der stilllegungsgefährdeten Strecken machten ihrem Ärger Luft und brachten ihre Vorschläge ein. Wolfgang Tiefensee, LVB-Geschäftsführer Wolfgang Jähnichen und Herr Rausch vom Amt für Verkehrsplanung betonten immer wieder, dass es sich um Untersuchungsstrecken handelt, deren Zukunft noch längst nicht beschlossen ist.

Einige Bürger machten konkrete Vorschläge für neue Linienführungen. So wäre es schön, wenn eine Straßenbahnlinie von Dölitz aus über den Wiedebachplatz, durch die Arthur-Hoffmann-Straße zum Hauptbahnhof fahren würde Viele Lößniger würden sich über eine direkte Verbindung zum Connewitzer Kreuz freuen. Auch über die Linie 24 wurde diskutiert. Ein Student schlug vor, die zur Zeit in gleicher Höhe wie auf der Karl-Liebknecht-Straße liegenden Haltestellen an der Strecke so zu verlegen, dass ein neues Angebot geschaffen wird. "Man muss sich überlegen, ob es nicht etwas Besseres gibt, um das Musikviertel zu bedienen", sagte Jähnichen und spielte damit auf eine neue Buslinie an, die die Linie 24 ersetzen könnte. Dringend gefordet wurde die Tangentialverbindung über den Schleußiger Weg. Tiefensee versprach, viele dieser Anregungen in die Diskussion mit einzubeziehen, sie also auch den Stadträten vorzulegen.

Tiefensee will sich für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einsetzen. Abgesehen vom geplanten Tangentenviereck und dem Mittleren Ring sollen die Straßen nicht weiter ausgebaut, sondern nur noch saniert werden. Der ÖPNV soll den Individualverkehr unterstützen, da ohne die öffentlichen Verkehrsmittel der Verkehr überhaupt nicht fließen würde. Der Autoverkehr soll künftig auf das Tangentenviereck geleitet werden, so dass auf den Stadtbahntrassen nur noch wenig Durchgangsverkehr anzutreffen ist. An diesen Straßen sei es schwierig, die "Grüne Welle" für die Autofahrer beizubehalten, da die absolute Bevorrechtigung von Bahn und Bus einer der wichtigsten Eckpfeiler der Verkehrspolitik ist. Die Stadt will sich um intelligente Lösungen bemühen.

Kritisiert wurden die Hindernisse beim Umsteigen vom Bus in die Bahn. Viel zu oft muss man erst an mehreren Ampeln vorbei, weil die Bushaltestelle am anderen Ende der Kreuzung liegt. Jähnichen versprach, die Probleme - soweit dies möglich ist - aus dem Weg zu räumen und führte diverse Beispiele an, wo dies bereits geschehen ist. "Bahn und Bus aus einem Guss", sei sein Motto.

Bis jetzt fahren mit der Straßenbahn hauptsächlich Auszubildende, Alte, Arbeitslose und Leute, die sich kein Auto leisten können. Andere Nutzergruppen sollen nun stärker in den ÖPNV eingebunden werden. "Dafür braucht man aber auch ein vernünftiges Marketing-Konzept", forderte ein junger Mann aus dem Publikum. "Wie wäre es mit ein paar flotten Sprüchen an den Bahnen und Haltestellen. Dann stellt sich auch ein Wiederholungseffekt ein."

Bürger aus den erst kürzlich eingemeindeten Vororten freuten sich, dass sie von den LVB sehr schnell auch verkehrsmäßig an die Stadt angebunden wurden. Der Ortsvorsteher von Plaußig zeigte sich sehr zufrieden mit dem neuen Angebot durch die Linien 82 und 83, auch wenn er, wie auch eine Bürgerin aus Seehausen, noch Kritikpunkte hatte.

Zum Schluss machte OBM Tiefensee Herrn Jähnichen den Vorschlag, doch einmal offensiv auf die Mitarbeiter des Amtsgerichtes zuzugehen, die an ihrem küftigen Domizil in der Bernhard-Göring-Straße keine Parkplätze finden werden. Denen müsse ein Angebot gemacht werden.

Nach wie vor unbeachtet im Nahverkehrsplan bleibt der Vorschlag der Grünen, eine oberirdische S-Bahn nach Karlsruher Vorbild durch die Stadt fahren zu lassen. Ein Grund dafür ist, dass die stadteigene S-Bahn-Tunnel GmbH die Planungen für Leipzigs S-Bahn-Netz betreibt und darin nur den Tunnel vorsieht. Auch Tiefensee steht hinter dem Tunnelprojekt.

28.02.98: Stadtverwaltung stellt Nahverkehrsplan vor

21.05.98: Stellungnahme des Ökolöwen zum Nahverkehrsplan

21.02.98: Die Grünen stellen Alternative zum S-Bahn-Tunnel vor

28.03.98: PDS erarbeitet Konzept für Regional-Straßenbahn

29.04.98: LVB schlagen neuen Kurs ein

29.07.98


Streit über Georg-Schumann-Straße beigelegt

Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) und das Regierungspräsidium haben den Streit um die Georg-Schumann-Straße für beendet erklärt. Man hat sich darauf geeinigt, dass die Stadtbahnstrecke zwischen Wiederitzscher Straße und Böhmestraße einen besonderen Bahnkörper erhält und neben den Gleisen jeweils zwei Kfz-Spuren gebaut werden. Sie sind allerdings nur 5,50 m bis 6,50 m breit. Die Gleise werden gepflastert, so dass darauf auch Rettungsfahrzeuge oder die Nachtbusse der LVB fahren können. Der Hinweis des Regierungspräsidiums, das Projekt sei nicht förderfähig, sei kein Thema mehr. Regierungspräsident Steinbach will die Stadt auf der Jagd nach Fördergeldern nach besten Kräften unterstützen. Noch unklar ist allerdings der Termin für den Baustart. Ursprünglich sollte es 1999 losgehen, das Regierungspräsidium will aber prüfen, ob sich durch eine Streckung des Gleis- und Straßenbaus Geld sparen lasse. Auch über das Parkkonzept und die Haltestelleninseln will man nochmal reden. Auch hinge vieles vom Bau der neuen B6 ab, die die Georg-Schumann-Straße entlasten soll.

29.04.98: Georg-Schumann-Straße wird ab '99 umgebaut

29.07.98

Pro & Kontra Nachtbusnetz

Nachdem die LVB ihr Nachtbusnetz vorgestellt haben, wurde neben positiven Bemerkungen auch Kritik laut. Der Umweltbund Ökolöwe befürchtet beispielsweise, dass sich die Fahrgäste die Abfahrtszeiten an den einzelnen Haltestellen schlecht merken können. Ein Stundentakt wäre günstiger. Wir haben einmal die Vor- und Nachteile für die Fahrgäste zusammengetragen.

Vorteile:

  • Abfahrtszeiten ab Hauptbahnhof leichter zu merken (alt: 1.15 Uhr, 2.22 Uhr, 3.40 Uhr - neu: 1.11 Uhr, 2.22 Uhr, 3.33 Uhr)
  • Bestimmte Kneipen und Diskotheken werden zusätzlich angefahren
  • Die Stadtteile bzw. Nachbargemeinden Lindenthal, Holzhausen, Albersdorf, Rehbach, Burghausen, Rückmarsdorf, Markranstädt werden öfter bzw. überhaupt nachts angefahren
  • Fahrt ins Umland auch mit Teilnetzfahrschein möglich (80 Pfennig können gespart werden)
  • Gesamtes Netz kann auch mit Flächenmonatskarte befahren werden
  • Halten auf Zuruf auch außerhalb der Haltestellen
  • Erhöhte Sicherheit durch direkte Anwesenheit des Fahrers

Nachteile:

  • Umwege in stadtwärtiger Richtung von Albersdorf, Rehbach, Lößnig, Böhlitz-Ehrenberg, Probstheida, Meusdorf, Paunsdorf, Thekla, Taucha, Torgauer Straße, Gohlis, Eutritzsch, Wiederitzsch, Lindenthal, Waldstraße (!) aus
  • Umwege in landwärtiger Richtung nach Knautkleeberg, Markkleeberg, Holzhausen, Anger-Crottendorf, Torgauer Straße
  • Einige Haltestellen werden nicht bedient: z.B. Volksgarten, Permoserstraße/Torgauer Str., Henriettenstraße (landw.), H.-Meyer-Str. (landw.), Neue Messe
  • Kurzstrecke mitunter nicht mehr ausreichend. (Zusätzliche Kosten von 60 Pfennig)
  • Fahrzeiten an den nachfolgenden Haltestellen wären bei Stundentakt leichter zu merken
  • Verwirrung durch unterschiedliche Bedienung der Haltestellen im Tages- und Nachtverkehr
  • Verwirrung, wenn Haltestelle nur in einer Richtung bedient wird

Das Nachtbusnetz der LVB als Plan (114 KB) öffnet in neuem Browser-Fenster

23.07.98: Fahrplanwechsel bringt neues Nachtbusnetz

29.07.98

Fahrplanwechsel bringt neues Nachtbusnetz

Der Fahrplanwechsel zum 30. August 1998 wartet mit einer großen Neuerung auf. Dann werden die nächtlichen Straßenbahnanschlüsse durch Busse ersetzt, die auf neun verschiedenen Linien jeweils um 1.11 Uhr, 2.22 Uhr und 3.33 Uhr am Hauptbahnhof abfahren. Die "Night-Liner" fahren aber - anders als die Straßenbahnen - im Ringverkehr, um gleich mehrere Stadtteile zu erreichen. Neben fast allen bisherigen Straßenbahnhaltestellen sollen auch Diskotheken und Kneipen angefahren werden. Die Busse des letzten Anschlusses sind dann etwa 4.37 wieder am Hauptbahnhof und übergeben die Fahrgäste an die ersten Bahnen um 4.44 Uhr.

Das neue Nachtbusnetz wird vor allem ein neues Angebot für Nachtschwärmer sein. Die können nämlich direkt an der Kneipe oder Disko in den Bus einsteigen. Zwei Busse fahren sogar durch den "Drallewatsch", Leipzigs Kneipenmeile in der Innenstadt. Auch das Aussteigen soll erleichtert werden: Die Busse halten auf Zuruf auch zwischen den Haltestellen.

Die LVB werden durch diese Neuerung vor allem Geld sparen. Ronald Juhrs, Geschäftsbereichsleiter Betriebstechnik, spricht von 300.000 Mark im Jahr. Außerdem können nun in den Nachtstunden ungestört die Schienen und Weichen gewartet werden.

Das Nachtbusnetz kann mit den ganz normalen Fahrscheinen und Monatskarten genutzt werden. Die Teilnetzfahrscheine gelten dann sogar über die Stadtgrenze hinaus. Leute aus dem Umland sparen also 80 Pfennig. Allerdings müssten sich einige Fahrgäste, die bisher mit der "Kurzstrecke" gefahren sind, darauf einstellen, dass sie mit den veränderten Routen unter Umständen mehr als sechs Haltestellen fahren. Dann müssen sie auch den Teilnetzfahrschein nehmen.

Aber nicht nur in der Nacht wird sich etwas verändern. So werden die kleinen Anschlüsse am Hauptbahnhof abends und am Wochenende zu den Minuten 00 - 20 - 40 beziehungsweise 10 - 30 - 50 stattfinden. Zu den großen Anschlüssen treffen sich die Bahnen künftig immer um 23.30 Uhr, 0 Uhr und 0.30 Uhr. Der neue Fahrplan ist demnächst in den Servicestellen der LVB erhältlich. Damit man nachts immer weiß, wann und wie man nach Hause kommt, lassen die Verkehrsbetriebe 200.000 Nachtfahrpläne im Westentaschenformat drucken. Diese Helferlein werden auch in einigen Kneipen und Diskotheken ausliegen.

Ronald Juhrs macht neugierig: "Am 30.08.98 ist in der Nacht eine fetzige Eröffnungsfeier geplant". Mehr wollte er aber noch nicht verraten.

Das Nachtbusnetz der LVB als Plan (114 KB) öffnet in neuem Browser-Fenster

21.05.98: Fahrplanwechsel wird verschoben

23.07.98

Polizisten und Videokameras in Straßenbahnen

Um die Stadt sicherer zu machen, wurden am 22. Juli auf einer Sicherheitskonferenz mit der Leipziger Polizeidirektion, dem Ordnungsamt und dem zuständigen Beigeordneten Holger Tschense (SPD) mehrere Maßnahmen beschlossen. So sollen Polizisten demnächst nicht nur häufiger auf der Straße zu sehen sein, sondern künftig auch in Straßenbahnen und Bussen mitfahren. Darüberhinaus werden - im Rahmen eines Pilotprojektes für die neuen Bundesländer - ab September einige Straßenbahnwagen mit Videokameras ausgestattet. Zunächst sollen die Kameras (eine komplette Ausrüstung kostet 30.000 Mark) auf den besonders gefährdeten Strecken wie der Linie 11 nach Schkeuditz oder auf den Bahnen nach Grünau zum Einsatz kommen. Nach der Testphase von einem Jahr werde entschieden, wie es weitergeht. Die Polizei ist optimistisch, da auch die Videoanlage am Sachsenplatz zu einer Verringerung der Straftaten geführt hat.

07.11.97: Videokameras in Straßenbahnen?

23.07.98

Philipp-Rosenthal-Straße nur für die Straßenbahn

Die Stadtverwaltung will die Philipp-Rosenthal-Straße zwischen Bayrischen Platz und Semmelweisstraße fü den Durchgangsverkehr sperren. Der Autoverkehr soll dann durch die parallel verlaufende Straße des 18. Oktober rollen. Ziel dieser Maßnahme ist die Beschleunigung der Straßenbahn. Nach Fertigstellung der Neuen Zwickauer Straße wäre die Philipp-Rosenthal-Straße der einzige Abschnitt, auf dem sich die Linie 16 das Gleis mit den Autos teilen müsste.

Die Philipp-Rosenthal-Straße soll durch bauliche Veränderungen vom Bayrischen Platz "abgehängt", so dass die Autofahrer automatische auf die breite Straße des 18. Oktobers geführt werden. Diese soll vierstreifig ausgebaut werden und auf den Freiflächen sollen Parkplätze enstehen. In der Philipp-Rosenthal-Straße selbst soll offenbar vorerst nicht gebaut werden, obwohl es dort noch keine modernen Bahnsteige gibt und auch die Gleisabstände für die geplanten breiteren Straßenbahnen zu gering sind.

Unklar ist noch, wo am Bayrischen Platz eine neue Haltestellenanlage entstehen soll. Im Amt für Verkehrsplanung rechnet man nämlich schon fest mit dem geplanten S-Bahn-Tunnel und will die Haltestelle möglichst nah am Tunneleingang anordnen. (Die vorhandene Haltestelle ist übrigens schon mit Hochbahnsteig und Infosäulen ausgestattet, liegt aber westlich von der Kreuzung) Der Leiter des Amtes für Verkehrsplanung, Walter Stein, rechnet mit einem Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2000.

Die Seite zur Neuen Zwickauer Straße

21.02.98: Die Grünen stellen Alternative zum S-Bahn-Tunnel vor

11.07.98

Neue Zwickauer: Am Triftweg geht's los

Am 20. Juli geht der Bau der Stadtbahntrasse Süd an der Neuen Zwickauer Straße in eine neue Phase. Dann beginnen die Arbeiten im Bauabschnitt 6 zwischen der Haltestelle Triftweg und der Arno-Nitzsche-Straße bzw. An der Tabaksmühle. Damit wird die Neubaustrecke im Süden an die vorhandene Trasse der Linien 5 und 16 angeschlossen. Der Kreuzungsbereich Zwickauer Straße / Arno-Nitzsche-Straße / An der Tabaksmühle wird komplett umgestaltet. Die Haltestelle Triftweg wird mit Hochbahnsteigen ausgestattet und geringfügig verlegt. An der Kreuzung entsteht ein zweigleisiger Abweig in die Arno-Nitzsche-Straße, der auch noch etwa ein Jahr lang - bis zur Freigabe der Neubaustrecke - planmäßig von den Linien 5 und 16 befahren wird.

Ursprünglich sollten die Arbeiten in diesem sechsten Bauabschnitt erst im vierten Quartal dieses Jahres beginnen. Die Bauarbeiten wurden jetzt aber vorgezogen und in die Ferienzeit verlegt, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Vom 23. Juli bis zum 10. August wird die Strecke für den Straßenbahnverkehr gesperrt. Die Linie 16 endet dann in Connewitz / Klemmstraße, die Linie 5 fährt nach Dölitz. Die Fahrzeiten sind auch im Sommerfahrplan enthalten, der ab 20. Juli in den LVB-Servicestellen kostenlos erhältlich ist.

Die Neue Zwickauer Straße ist das dezeit größte Bauvorhaben der Leipziger Verkehrsbetriebe. Vom Bayrischen Platz kommend sollen die Bahnen dann über die vorhandene Trasse der Philipp-Rosenthal-Straße - die dann autofrei sein wird - zur Deutschen Bücherei fahren, wo sie dann nach rechts in die Semmelweisstraße biegen und dort auf einer neuen Trasse über das alte Messegelände geführt werden. Anschließend kreuzt die Strecke die Richard-Lehmann-Straße, überquert auf einer Brücke die Gleise der DBAG und stößt dann wieder auf die vorhandene Trasse der Linien 5 und 16 nach Lößnig. Die Neue Zwickauer Straße soll die Strecke durch die Arthur-Hoffmann- und Arno-Nitzsche-Straße ersetzen.

Am 22. September 1997 begannen die Arbeiten in der Semmelweisstraße (Teil des Bauabschnitts 1) sowie im Bauabschnitt 3, dem Abschnitt zwischen Richard-Lehmann-Straße und DB-Brücke. Im II. Quartal 1998 nahmen die Bagger auch im Bauabschnitt 2 ihre Arbeit auf. Vorher musste die alte Messehalle 20 komplett abgerissen werden. Inzwischen liegen die Gleise komplett zwischen dem Anschluss an die Philipp-Rosenthal-Straße und der DB-Brücke. Sie wurden außer in der Semmelweisstraße als Rasengleis gebaut. An der Deutschen Bücherei, auf dem alten Messegelände und an der Richard-Lehmann-Straße entstanden moderne Haltestellen. Von der westlichen Richard-Lehmann-Straße aus kann man jeweils zweigleisig sowohl nach Norden als auch nach Süden in die Neue Zwickauer Straße abzweigen.

Der wichtigste Bauabschnitt fehlt allerdings noch: der Bauabschnitt 4 - die neue DB-Brücke. Bis jetzt existiert an dieser Stelle nur eine kleine Fußgängerbrücke. Noch im III. Quartal 1998 soll mit dem Bau begonnen werden. Im Sommer 1999 soll sie schon unter Baustellenbedingungen befahrbar und Anfang 2000 komplett fertig sein.

Ein Stadtplan mit den Bauabschnitten

Die Seite zur Neuen Zwickauer Straße

11.07.98

Ab 23. Juli gilt Ferienfahrplan

Wie in jedem Jahr gilt auch in diesen Sommerferien vom 23.07. bis 29.08.98 montags bis freitags ein spezieller Ferienfahrplan der LVB. Die Linien 5, 15, 16, 60 und 80 verkehren dann im Tagesverkehr alle 12 Minuten, die Linie 13 im Früh- und Nachmittagsverkehr alle 20 Minuten. Der Einsatz der Linien 22E, 28E und 60E entfällt. Auf den Linien 1, 8, 28, 56 gibt es Veränderungen einzelner Fahrten. Alle Änderungen sind in einem Fahrplanheft veröffentlicht, das bei den bekannten LVB-Verkaufsstellen ab 20.07. erhältlich ist.

11.07.98

Bald Bauarbeiten in Friedrich-Ebert-Straße

Die Leipziger Verkehrsbetriebe beginnen wieder mit einem neuen Bauprojekt. Ab September wird's dann in der Friedrich-Ebert-Straße eng. Zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Waldplatz werden die alten Großverbundplatten durch neue Gleise ersetzt. Auch die Weiche am Waldplatz wird erneuert. Auf 110 Meter Länge (der Abschnitt ist insgesamt ca. 400 m lang) sollen Separierungsborde dafür sorgen, dass die Bahn nicht von Autos behindert wird. Zum Schutz der aussteigenden Fahrgäste wird an der Haltestelle Waldplatz eine Zeitinsel errichtet.

07.07.98

Bauarbeiten in der Zschocherschen Straße begannen

Am 6. Juli begannen die Leipziger Verkehrsbetriebe, das Gleisbauvorhaben Zschochersche Straße durchzuführen. Zwischen Karl-Heine-Straße und Lauchstädter Straße werden die Gleise erneuert, die Haltestelle Lauchstädter Straße erhält zwei Haltestellenkaps. Haltestellenkaps gab es in Leipzig bisher nur an einigen Bushaltestellen.

Da wegen des Neubaus der König-Johann-Brücke die Linien 3 und 4 sowieso umgeleitet werden, gibt es für den Straßenbahnverkehr keine Einschränkungen. Nur die Autofahrer müssen sich auf Umleitungen einstellen. Während der ersten Bauphase, die vom 6.07. bis 29.07.98 dauert, ist die Zschochersche Straße zwischen Karl-Heine-Straße und Amalienstraße nicht befahrbar. Vom 30.07. bis zum 24.08.98 wird dann der südliche Abschnitt zwischen Amalienstraße und Lauchstädter Straße gesperrt. Die Überfahrt Lauchstädter Straße bleibt immer befahrbar.

Der genaue Bautermin für den dritten Bauabschnitt zwischen Lauchstädter Straße und König-Johann-Brücke ist noch nicht bekannt. Er ist abhängig von den Brückenbauarbeiten, soll aber im III. Quartal 1998 oder im I. Quartal 1999 liegen.

Der Schienenersatzverkehr fährt in der Zeit der Bauarbeiten auch weiterhin die Elster-Passage an. Es kommt lediglich zu geringfügigen Änderungen.

07.07.98

 
© 1997-2006 Martin Böttcher
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